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KZ-Gedenkstätte Neuengamme/Newsletter

Multimediaprojekt ermöglicht digitale Begegnungen zum Thema Familiengeschichte

Im Januar 2020 startete das dreijährige Multimedia-Projekt „#WaswillstDutun?“, das Lernende dabei unterstützt, sich mit der Frage „Wie lebte meine Familie von 1933 bis 1945, egal ob in Europa, Asien, Afrika etc.?“ auseinanderzusetzen. Eine wichtige Grundannahme des Projekts ist, dass der Dialog zwischen Menschen mit diversen Familiengeschichten den Erfahrungshorizontaller Teilnehmenden erweitert, wobei gerade die Anknüpfungspunkte zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten eine wichtige Rolle spielt.

Familiengeschichtliche Interviews per Videokonferenz

Digitales und analoges Lernen sinnvoll miteinander zu kombinieren war schon vor dem Beginn der Covid-19-Pandemie ein wichtiger Aspekt des Projekts. Mitte März waren erst zwei von mehr als zehn geplanten Interviews mit Nachkomm*innen von NS-Verfolgten geführt, als neue Corona-bedingte Vorschriften zu weitreichenden Anpassungen des Konzepts führten. Diese ersten beiden Gespräche hatten noch in den Wohnungen der Interviewten stattfinden können. Die vertraute Umgebung hatte schnell eine entspannte Atmosphäre entstehen lassen. Doch wie führt man Gespräche über sensible Themen wie die Verfolgungsgeschichte der Verwandten, über das soziale Engagement der Gesprächspartner*innen und ihre  und ihre Vorstellungen von einem guten gesellschaftlichen Zusammenleben, wenn Hygieneregeln eingehalten werden müssen?