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Verzeihen

buchcover-flasspoehlerWie umgehen mit Schuld, wie verzeihen? Diese Fragen stellt sich die Philosophin Svenja Flaßpöhler seit ihrer Jugend. Für ihr Buch hat sie viele schmerzhafte Gespräche mit Menschen geführt, die nach schweren Vergehen um Vergebung ringen. Antworten sucht Flaßpöhler bei berühmten Philosophen.

Heißt verzeihen verstehen? Heißt verzeihen lieben? Heißt verzeihen vergessen? Unter diese drei Leitfragen stellt Svenja Flaßpöhler ihre philosophische Spurensuche im Reich der Schuld und der Rache, der eiskalten Amokläufe und monströsen Abgründe des Bösen, der Beichten, Wahrheitskommissionen, Amnestien – und der Sehnsucht, nach erlittenem Unrecht nicht länger zum Opfer zu werden. Verzeihen als Akt der Selbsterlösung.Die Autorin spricht mit einer Frau, deren Tochter im Kugelhagel des Amokläufers von Winnenden verblutete, und die heute versucht, die innere Not des jugendlichen Täters nachzuvollziehen. Sie besucht einen Mörder, dem alle verzeihen können – nur er selbst kann es nicht.Sie trifft ehemalige KZ-Häftlinge, die sich ihr Überleben auf sehr unterschiedliche Weise erkämpften. Eine Frau umarmt Nazi-Verbrecher. Ein Ehepaar blickt auf ein Leben voller Disziplin und Bescheidenheit zurück, Dienst an der Gemeinschaft, nächtliche Alpträume, kein Vergessen und Vergeben.

Verzeihen vollzieht sich in der Zeit. Immer wieder neu lernen zu müssen, wie man vergibt – das ist die Bürde, die dem aufgelastet wird, der den Schmerz erleiden musste.

Svenja Flaßpöhler:
Verzeihen – Vom Umgang mit Schuld

Das Buch ist erschienen bei DVA – Verlagsgruppe Random House